PVP Regelwerk (Die 10 Gebote des PvP)

1) Konflikt.

Das Rassen- und Gesinnungssystem Skariatains basiert auf Konflikt untereinander, das bedeutet verschiedene Gesinnungen und verfeindete Rassen können sich nicht einfach ignorieren oder wortlos aneinander vorbei rennen. Wer solche Konfliktsituationen jedoch nicht mit PvP lösen will, der hat die Möglichkeit zur Flucht (siehe Punkt 3).

2) Ohne RP kein PvP.

In einer potenziellen Konfliktsituation muss der Konflikt per Rollenspiel zur Eskalation gebracht werden, erst dann ist es beiden Seiten erlaubt zur Engine über zu gehen. Angriffe, hierunter fallen auch mindere Angriffsauber, Debuffs, Manaentzug, etc., sind in der RP-Phase des Konflikts strikt untersagt und werden als versuchter KoS gewertet.

Das Buffen von sich selbst oder von Verbündeten kann von eurem Gegner bereits als aggressive Handlung gewertet werden und dementsprechend als direkte Überleitung zum Engineeinsatz zählen. Seid euch dessen also bewusst und realisiert dabei, dass eine entsprechende Auslegung eures Gegenübers den Punkt 3 direkt überspringt, da ihr damit eure Bereitschaft zu einem enginebasierten PvP signalisiert.

3) Fluchtmöglichkeit.

Dem Konfliktgegner muss vor dem Engineeinsatz die deutliche Möglichkeit gegeben werden, sich ohne einen Kampf zurück zu ziehen. Dabei hat dieser sich ohne provokante und aggressive Handlungen und Äußerungen zu entfernen, wobei ihm hierbei Freiraum für Rollenspiel gestattet werden muss. Lösegeld, aufgezwungene Demütigungen oder andere Repressalien als Voraussetzung der Flucht sind strikt untersagt. Ausnahmen können in bestimmten Rollenspielsituationen gemacht werden, doch muss dabei beiden Seiten absolut klar sein, dass diese Ausnahme eine beiderseitige freiwillige Handlung darstellt.

4) Kampfbeginn und Engineeinsatz

Der Übergang von Rollenspiel zu Engine ist deutlich heraus zu stellen, das bedeutet, dass der Angriff im Rollenspiel kurz angeschnitten und beschrieben werden muss, bevor man tatsächlich mit aggressiven Handlungen beginnt. Dies soll sicherstellen dass euer Gegenüber mit Tippen und Emoten bereits fertig ist und euer Angriff ihn dabei nicht vollkommen überrascht.

5) Engine und Kampfablauf

Verschiedene Handlungsweisen sind strikt untersagt und werden hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt, da sie natürlich auch im PvP verboten sind. Dazu gehören der Runcast, also das gleichzeitige Rennen und Casten über Target-Makros und/oder Autorun (Dies bezieht sich auf das Makro Last Spell Last Target,  Last Spell Target Self, oder ähnliche Makros bei denen es Möglich ist ohne stehenzubleiben zu casten durch diese Einschränkung wird jeder Magiewirkende dazu gezwungen zumindest einen Augenblick stehen zu bleiben wenn ein Zauber gesprochen wird.), das Unterbrechen der Line of Sight über Durchquerung von Dungeoneingängen, das Reiten in Dungeons und die Flucht aus dem Kampf per Recall (Zauber, Trank oder Scroll) oder Gate (Zauber und Scroll). Auch bedeutet der Enginetod eines Beteiligten dessen Ende an der Kampfteilnahme, selbst wenn er von einem Kombattanten geresst werden sollte. Wiederbelebte Spieler haben sehr genau auf Punkt 8 zu achten und sich nicht weiter in das PvP einzumischen.

6) Kampfende und Trophäen

Das PvP muss nicht bis zum Enginetod einer Partei geführt werden, doch ist es das gute Recht jedes Beteiligten diese Konsequenz herbei zu führen. Dem Sieger eines Kampfes, und explizit nur diesem, ist es gestattet Körperteile des Besiegten als Trophäe zu nehmen, wobei diese Trophäen im Rollenspiel als entsprechende nicht tödliche und nicht verstümmelnde Beutestücke zu werten sind, wie z.B. eine Haarlocke. Ebenso kann der Sieger des Kampfes, und nur dieser, den Besiegten looten, wobei hier ein gewisses Maß an Fairness und Verhältnismäßigkeit zu wahren ist. Prinzipiell ist es untersagt irgendetwas zu looten, das als gesichert gekennzeichnet ist und von dem Spieler nur versehentlich falsch verwahrt wurde. Weiterhin ist es untersagt wertvolle magische Gegenstände, wie Runenwaffen/-schilde und Talismane zu nehmen, sowie es untersagt ist Rüstungsteile zu looten, die aus einem Sondermetall/-leder oder in irgendeiner Weise magisch sind. Die Option seinen Gegner in gewissem Rahmen zu plündern wird im Zweifelsfall recht hart durch den Staff geahndet, wenn es sich jemand zur Angewohnheit werden lassen sollte Newbies auszurauben oder in anderer Weise Griefplay erkenntlich wird.

Unter die Bezeichnung Griefplay fällt auch das wiederholte Töten von besiegten Spielern, die ihre Sachen noch nicht wieder einsammeln konnten und denen die Zeit zum Rückzug nicht gegeben wurde, also das, was man allgemein unter Resskilling versteht.

7) Niederlage und Rückzug

Der Besiegte hat sich, nachdem ihm die Zeit gelassen wurde um seine Sachen wieder einzusammeln, unverzüglich und ohne provokante Äußerungen und/oder Handlungen aus dem Gebiet zurück zu ziehen. Dabei reicht es nicht einfach die Dungeonebene zu wechseln, sondern das Gebiet in dem man die Niederlage gefunden hat ist großflächig zu meiden. Eine Rückkehr in das Gebiet ist für mindestens 30 Minuten untersagt, dabei gilt auch jeder Rückzug und jede Flucht vor dem Kampf als Niederlage und so ist bei jedem Verlassen eines Gebietes mit feindlich gesinnten Spielern, egal ob mit Kampf oder ohne, die 30 Minuten Regel einzuhalten. Dabei ist es ebenso untersagt das Gebiet zu verlassen um Verstärkung aufzutreiben.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass ein Rückzug aus dem Kampf, bei dem euch der Gegner nicht verfolgt und es somit zu einer Unterbrechung des Kampfverlaufs kommt, selbst wenn die Flucht nur wenige Bildschirme weit verläuft und nur dazu verwendet wird sich neu zu buffen und sich zu heilen, als Niederlage des Fliehenden gewertet wird. Auch hierbei hat der Fliehende entsprechend 30 Minuten von dem regionalen Ort der Kampfhandlungen fern zu bleiben.

8) Eingreifen in fremde und bestehende PvPs

Es ist strikt untersagt in bereits laufende Kampfhandlungen einzugreifen, sofern man nicht Teil des Konflikt-RPs vor Beginn des Engineeinsatzes war. Auch in letzterem Fall ist es jedoch Pflicht den Eintritt in das Kampfgeschehen kurz im RP zu umreißen.

Als Eingriff in ein PvP wird jedwede Handlung gesehen, die sich schädigend, helfend oder behindernd auf eine der beiden Parteien auswirkt.

9) Stadtangriff und Konflikt-RP bei Städten

Es ist grundlegend untersagt ohne entsprechende RP-Geschichten und Absegnung aller betreffenden Rassen-GMs den Konflikt untereinander zu den Städten Skariatains zu tragen. Jedweder Konflikt in oder um eine Stadt wird als Stadtangriff gewertet und entsprechend geahndet werden.

Ausnahmefälle: unauffällige, verkleidete und/oder mit dem Inkognito-Zauber getarnte Spieler können sich ohne weiteres um eine verfeindete Stadt aufhalten, solange sie dabei weder provokant noch aggressiv handeln. Sollte ihre Scharade jedoch durchschaut werden, so haben sie sich unverzüglich und ohne weitere Verzögerungen zurück zu ziehen.

10) Rollenspiel > Engine

In allen Fällen eines Konfliktes ist der rollenspielerische Aspekt immer und jederzeit maßgebend, das heißt in bewachten und/oder patrouillierten Gebieten ist die Konfliktlösung durch Engineeinsatz strikt verboten, es sei denn der Kämpfer ist teil des Autoritätsorgans das für Ordnung sorgt, genauso wie sich eine Minderheit im Angesicht einer starken Übermacht bewusst sein sollte, wie unwahrscheinlich ihre Charaktere einen Sieg in solch einer Situation erachten würden und wohl in den meisten Fällen versuchen würden einen Kampf unter diesen Umständen zu vermeiden.