Teufelsanbeter

Einst Menschen, sind die Teufelsanbeter heute, durch das Zutun Sevilins, als Halbdämonen anzusehen. Nachdem sich Sevilin bei den Bruderkriegen abgespalten und sich als Herr der 13 Höllen erhoben hat, folgten ihm später seine treuen Anhänger und durchschritten 13 Höllen um als Kinder Sevilins, als Teufelsanbeter, wieder zurück auf die Welt zu kehren.
Es heißt in jedem Teufelsanbeter fließen einige Tropfen Blut der Höllenfürsten und bestimmen somit ihr ganzes Leben, das sie vor allem dem großem Ziel, ihre Todfeinde, die Menschen und Elfen, zu vernichten, verschrieben haben.
Durch diesen Wandel, so glauben die Teufelsanbeter, haben sie die menschlichen Schwächen abgelegt und sie denken von sich als die auserwählte Rasse der Höllenfürsten und somit auch des Chaos selbst.

Aussehen

Teufelsanbeter können zwischen 1,65m und 2,00m groß sein und wiegen zwischen 55 und 120 Kilo; ihre Statur ist dabei von schmächtig bis gut genährt. Ihre Hautfarben variieren in verschiedenen, deutlichen Rottönen. Teufelsanbeter können Haarfarben in allen möglichen Blond-, Rot-, Braun-, Schwarz- und Grautönen haben, was sie aber nicht davon abhält, ihre Haare auch mal zu färben. Die Augen sind meist grün, rot, grau oder braun bis schwarz. Das durchschnittliche Alter eines Teufelsanbeter liegt bei ungefähr 85 Jahren, kann aber auch deutlich nach oben abweichen, etwa, wenn der Betreffende magisch zur Verlängerung seiner Lebensspanne befähigt ist.

Das Wesen der Teufelsanbeter

Dort wo Kampfeslärm, das Klirren von Stahl und die Schreie der Gepeinigten in der Luft liegen, fühlen sich Teufelsanbeter am wohlsten. In den unheiligen Krieg zu ziehen, die Gebote ihrer dämonischen Gottheiten durchzusetzen und jeden zu vernichten, der nicht durch Sevilins Höllenfeuer gezeichnet ist, ist die größte Ehre für sie. Furchtlos ziehen sie in jede Schlacht gegen ihre Widersacher, wäre doch der Tod in solch einem Gemetzel der einzige Weg für sie auf ehrenvollem Weg in Sevilins Höllen Einzug zu halten. Einzig ihm, dem Herrscher über die dreizehn Höllen sind sie unterwürfig und würden alles tun, um in seiner Gunst aufzusteigen.

Doch gibt es auch eine andere Seite an den Teufelsanbetern. Ebenso heilig wie Sevilin, ist ihnen ihr Volk und ihre Familie. So zeichnet sie ein äußerst ausgeprägter Zusammenhalt aus. Ein jeder Recke, dem es gelingt, einen Teufler im Kampf zu erschlagen, setzt damit sein Leben für immer aufs Spiel, werden ihn die Horden der Hölle doch so lange jagen, bis sein Schädel als Trophäe auf einem Pfahl steckt.

Verhalten gegenüber Menschen

Zwischen Teufelsanbetern und Menschen herrscht seit jeher ein Krieg. Welche Gesinnung der jeweilige Mensch hat, ist den Teufelsanbetern dabei völlig egal. Menschen sind die Todfeinde der Teufelsanbeter, und jeder Mensch der einem Teufler gegenüber steht, schwebt in Lebensgefahr, da sie in Menschen willkommene Opfer für ihre Götter sehen und gelegentlich sogar welche verspeisen. Selten kommt es vor, dass Teufelsanbeter Menschen als Werkzeug missbrauchen. Dies geschieht meist durch Flüche oder Rituale, mit welchen sie die Menschen an sich binden.

Verhalten gegenüber Elfen

Die Elfen sind ebenso seit jeher von den Teuflern verhasst. Das liegt an ihrer Liebe zum Leben und der Natur sowie an der Hilfe, die sie den Menschen oft zukommen lassen. Auch sie dienen den Teuflern oft als Opfer oder Nahrung.

Verhalten gegenüber Zwerge

Die Zwerge sind nur bei wenigen Teuflern wirklich beliebt. Bei diesen wenigen kann es jedoch sogar zu Freundschaften kommen. Ansonsten nutzen die Teufler die Zwerge nur zum Handeln, da sie nun mal die besten Rüstungen herstellen. Manchmal tun sie sich auch zu Jagdgemeinschaften zusammen und es kam auch schon vor, dass Teufler Zwerge als Söldner anheuerten. Allgemein stehen die beiden Rassen neutral zueinander.

Verhalten gegenüber Drow

Trotz einiger Auseinandersetzungen, die die beiden Völker in der Vergangenheit hatten, besteht seit langem ein Bündnis zwischen diesen beiden Rassen. Dieses ist auf dem Hass beider Völker gegen Menschen und Elfen begründet. Ihre Liebe zum Brutalen teilen sie ebenso.

Verhalten gegenüber Vampyre

In der Vergangenheit gab es starke Bande zwischen Teufelsanbetern und Vampyren. Doch seitdem eine Gruppe der Vampyre die Teufelsanbeter bei der Eroberung Britains verriet, normalisiert sich das Verhältnis erst langsam wieder. Die meisten Teufelsanbeter treten den Vampyren daher misstrauisch gegenüber. Nach Trinsic erhielten die Vampyre erst mit ausdrücklicher Erlaubis des Blutlords Zutritt.

Die Götter

Sevilin
Oberster Höllenfürst, ehemals ein menschlicher Halbgott alte Schriften zweifelhaften Ursprungs bezeichnen ihn als Sohn Mildrens der in den Bruderkriegen zusammen mit den Urvätern der Teufler verstoßen wurde. Die Durchquerung der 13 Höllen als Feuer- und Bluttaufe war sein Aufstieg und gab ihm die Möglichkeit, die Teufler in das freie Land zu führen und ihnen das Wissen um die dunklen Künste und die Alchemie zu schenken. Später war er es, der sich im zweiten Bruderkrieg erhob, um Rache zu nehmen an den Menschen und den Teufelsanbetern eine neue Heimat aus dem Nichts zu erschaffen, indem er das Bild der Welt änderte und ein Inselmassiv aus dem Ozean erstehen lies. Bei der Schlacht um Trinsic, im dritten Bruderkrieg, zerschmetterte seine Legion aus Höllendienern das himmlische Portal, so dass Mildren und seine Gesandten nicht mit voller Macht in das Geschehen eingreifen konnten. Nachdem die Ki-Rin die alte Welt überrannten, schwand Sevilins Macht, und die Teufler mussten sich seinem Einflussgebiet entziehen. Nachdem sie jedoch wieder mit dem Boot zurück in die alten Lande kamen und die Ki-Rin dort verschwunden waren, erstarkte er wieder und erlangte durch Hilfe seiner treuen Jünger seine volle Kraft zurück. Er half den Teuflern bei der Errichtung einer neuen Heimat – Sceltor. Auch als Azmodan die Teufler bestrafen wollte, indem er sie nicht verschonte, als die Pest Einzug in die Heimat der alten Völker hielt, rettete Sevilin das Volk und schickte es mit dem Boot in eine neue Welt, um es dort Furcht und Schrecken verbreiten zu lassen…

In Trinsic errichteten die Teufler ihre neue Heimat, geführt von einem abgesandten Sevilins, dem Blutlord, der die Scharen der Teufelsanbeter von nun an führen sollte.
Als der schwarze Drachengott der Menschen, Bargaahn versuchte an die Macht zu kommen, wurde dieser in einem epischen Götterkampf vernichtet. Obwohl Sevilin, nach dem Kampf geschwächt, Sinariel, dem weißen Drachengott, weichen musste, konnten doch einige der Menschen seinem Ruf nicht widerstehen und erneut durchquerten Menschen die 13 Höllen, wenn auch nur ein für sie geschaffenes Abbild. Ihre Menschlichkeit legten sie ab und die Stärken und Eigenschaften, die die Teufelsanbeter ausmachen, wurden ein Teil von Ihnen.
Derweilen verleibte sich Sevilin die Macht Bargaahns ein und wartet nun scheinbar darauf, eines Tages, wenn die Teufelsanbeter die Macht über Menschen und Elfen erlangt haben, seinen Kampf gegen Sinariel und Carvisa erneut aufzunehmen.

Er ist der Herrscher des Chaos, der Zerstörung und der Korruption. Seine Einflussgebiete sind die Magie, der Lebens-Tod-Zyklus und der Brudermord. Sein Zeichen ist eine zweiköpfige Giftschlange, die sich um einen schwarzen Mond schlängelt; seine Farben Schwarz, Violett und Blau.

Marduk
Er ist einer der Höllenfürsten und erster Legionsführer Sevilins. Außerdem ist er ehemaliger Wächter der 13ten Hölle und unterwarf sich Sevilin erst nach einem fast 200 Tage dauernden Kampf, der den Vorhof der 13ten Hölle fast entzwei riss. Im dritten Bruderkrieg erhielt er seine größte Chance auf Ruhm, als seine Legionen im Namen Sevilins das himmlische Tor niederbrannten. Jedoch kostete ihn Zabulus Heimtücke den wirklichen Sieg.
Sein Geschenk an die Kinder Sevilins ist der Blutdurst, die Raserei und die Freude an der Schlacht und dem Töten. Seine Einflussgebiete sind das Berserkertum, Krieg und Mord. Sein Zeichen ist ein blutverschmierter, kieferloser Schädel aus dessen Augenhöhlen schwarze Flammen lodern; seine Farben sind Rot, Bronze und Eisen.

Azmodan
Auch er ist einer der Höllenfürsten, und er ist ebenfalls ein Legionsführer Sevilins. Ehemals ein Sterblicher, der lange nach Sevilin den Weg der 13 Höllen durchschritt, hatte ihn sein Weg dorthin grausig entstellt. Sevilin jedoch schenkte ihm keinen neuen dämonischen Körper, sondern gebot der Verwesung und dem Verfall seines Körpers lediglich Einhalt. Sein Antlitz ist das eines aufgequollenen, von Eiterbeulen und blutigen Wunden gezeichneten Sterblichen.

Bislang wurde er nur ein einziges Mal von einem Dämonenfürsten auf die Probe gestellt. Dies geschah im zweiten und dritten Bruderkrieg. Seine Aufgabe war es, die Verbündeten der Menschen mit Krankheit und Tod heimzusuchen, um so den Feind zu schwächen. Seine Legionen sind nicht die stärksten, aber mitunter die tödlichsten.
Sein Geschenk an die Teufler ist seine besondere Gnade ihnen gegenüber, deren Erflehung immer wieder bekräftigt werden muss. Einflussgebiete sind der Verfall, Seuchen und die Nekromantie. Sein Zeichen ist eine verwesende Kobra, die sich um einen Stab schlängelt, seine Farben das Grün des Schimmels, das Gelb des Eiters und der widerwärtige Ton verrottenden Fleisches.

Zabulus
Er ist der Dämonenfürst, ehemals Höllenfürst und Wächter über die neunte Hölle. Er wurde von Sevilin jedoch eines großen Teils seiner Macht beraubt, als er ihn bei seinem Weg durch die 13 Höllen fast erschlug. Er sah im zweiten Bruderkrieg seine Chance, die Macht Azmodans einzufordern, dem er den Weg durch die 13 Höllen wies. Er unterschätzte Azmodan jedoch und wurde zurück in die 8te (oder 9te) Hölle verbannt. Aus Rache verriet er im dritten Bruderkrieg Marduks Schlachtenplan an einen minderen Gesandten Mildrens und vereitelte damit sowohl Marduks als auch Sevilins letzten Triumph
Sein Geschenk an die Teufelsanbeter war ist Wissen um die Fleischeslust und das Spiel der Intrigen. Seine Einflussgebiete sind die fleischliche Lust, Unzucht, Verrat und Attentate. Sein Zeichen ist ein blutiger Dolch, der in einen Schleier gehüllt ist. Das Wissen um seine Farben ging im Lauf der Geschichte verloren. Nacktes Fleisch, sowohl menschlich, als auch das der Teufler, steht jedoch oft als Sinnbild für ihn. Trotz seiner Taten wird er -teils offen und teils im Geheimen- angebetet, da eine seiner größten Taten als Höllenfürst die Verführung Sevilins durch eine seiner Dienerinnen war und er somit einen großen Teil zum ersten Bruderkrieg beitrug, der zur Abspaltung von den Menschen führte.

Fendeyra
Fendeyra ist eine dämonische Inkarnation. Alte Mythen weisen sie als Tochter Sevilins und einer Dienerin Zabulus aus. Sie kam zur Zeit des ersten Bruderkrieges auf die Welt nieder. Sie ist eines der wenigen Götterwesen, das sich regelmäßig auf der materiellen Welt manifestiert. Ihre Erscheinung ist die einer wunderschönen jungen Frau, welcher Ströme von Blut die tiefrote Haut hinabrinnen. Schwarzer Samt und Seide verhüllen Teile ihres Körpers und in der rechten Hand trägt sie ein flammendes Schwert, übersät mit Runen und alten Hieroglyphen. Aus der Klinge des Schwertes dringen leise schmerzverzerrte Schreie hervor und das Glühen der 13 Höllen umgibt die gesamte Gestalt. Es gibt nur wenige Kulte, die Fendeyra anbeten, doch erscheint sie trotz allem jedem Teufler einmal in dessen Leben
Als Herrin des Todes und des Totenreiches sind ihre Einflussgebiete der Tod, das Totenreich und der Augenblick des Todes. Ihr Zeichen ist eine zerbrochene Sanduhr, ihre Farben sind Rot und Schwarz.

Die Gesetze der Teufelsanbeter

1. Die Götter der Teufelsanbeter sind aufs Höchste zu ehren. Ketzerei wird mit dem Tode bestraft.

2. Bei Gesetzesbruch ist die Stadtwache zu rufen. Sollte diese nicht anzutreffen sein, dann ist der Gesetzesbrecher solange festzuhalten, bis ein Urteil gefällt wurde.

3. Das Tragen von Bewaffnung in der Hand sowie das Kreuzen der Waffen ist innerhalb der Stadtmauern nicht gestattet, es sei denn, die Sicherheit der Stadt ist gefährdet. Dasselbe gilt für jedweden Zauberspruch, der es als Ziel hat, einen anderen Teufelsanbeter zu verletzen. Nur der Stadtwache ist dies gestattet, wenn die Durchsetzung eines Gesetzes dies erfordert. Bei Mord an einem Teufelsanbeter wird die Höchststrafe verhängt; diese kann auch bei tätlichen Übergriffen auf einen Teufelsanbeter verhängt werden, die damit ebenfalls als Ketzerei gelten.

4. Anordnungen der Stadtwache muss augenblicklich Folge geleistet werden. Sollte jemand die Entscheidung einer solchen in Frage stellen, dann ist beim Scharfrichter ein Einspruch einzulegen. Weigerung in jeder Form ist ein Verstoß gegen dieses Gesetz.

5. Das Eigentum eines jeden Bürgers der Stadt ist unverletzlich und somit hat auch nur dieser darüber zu entscheiden. Das Entwenden eines anderen Bürgers Eigentum ist unter Strafe verboten.

6. Eheschließungen gelten als Versprechen an Sevilin. Sollte man das Gelübde der Ehe brechen, dann ist ebenfalls mit hoher Strafe zu rechnen.

Hierarchie der Teufelsanbeter

Die oberste Gewalt der Stadt ist der Blutlord, welcher von Sevilin bestimmt und von seinen Beratern in seinen Entscheidungen unterstützt wird. Der Blutlord befugt erwählte Teufler mit der Umsetzung seiner Anordnungen.

In den einzelnen Gilden/Orden wird die Rangordnung selbst festgelegt.

Einzig dem Blutlord ist es gestattet, neue Gesetze zu beschließen oder für nichtig zu erklären.

Das Festlegen von Strafen ist einzig und allein dem Blutlord und von ihm Befugten vorbehalten.