Menschen

Dunkel war die Zeit der Menschen, manche nannten es gar Das Schwarze Zeitalter. Bruder kämpfte gegen Bruder, Väter gegen ihre Söhne. Der Hass und die Niedertracht waren allgegenwärtig, und Sinariels Licht verblasste immer mehr im aufkommenden Sturm der Dunkelheit.
Denn hinter den Grenzen des Seins, dort, wo einst Sinariel und ihre Schwester Carvisa ihren Bruder Barghaan in Ketten legten, erstarkte dieser, genährt von Mord und Verrat, Hass und Lüge. Geduldig hatte er gewartet Was bedeuteten Jahre für ein Wesen, das in Äonen zu denken pflegte? Die alten Bande, mit denen er einst hinter die Mauern der realen Welt gebunden wurde, begannen brüchig zu werden und verblassten unter seiner aufkeimenden Macht.
Die Menschen zu jener Zeit waren zerstritten und so mit ihren eigenen Rivalitäten beschäftigt, dass sie der Bedrohung durch ihre wahren Feinde kaum mehr Herr werden konnten.
Die wenigen Menschen, in denen das Licht noch stark war, schienen machtlos gegen die aufkommende Finsternis.
Es kam, wie es kommen musste: der Konflikt eskalierte, als Barghaan seine Ketten sprengte und auf die Erde herabstieg, bereit, seine Herrschaft über alles Lebendige auszuweiten.
Doch gab es einen, der Barghaan diese Macht neidete. Selbst erstarkt durch den unerschütterlichen Glauben der Teufler und genährt vom Blut tausender Unschuldiger, stellte sich Sevilin, Fürst der Dreizehn Höllen, Barghaan in den Weg und vernichtete ihn in einem Titanenkampf, der das Blut der Erde selbst zum Vorschein brachte.
Das Ende schien nahe; die Menschheit Sevilins Verderbnis ausgeliefert.
Doch Sinariel gelang es, vereint in einem Körper mit ihrer Schwester, Sevilin zurück in sein Reich zu treiben, und mit ihm gingen, wie bereits vor einem Zeitalter, etliche Menschen, die seinem verderbten Wesen erlegen waren.
Durch Barghaans Fall erstarkte der Zusammenhalt der Menschen, und zum ersten mal seit langer Zeit gab es wieder die Hoffnung, eine geschlossene Front gegen die wahren Feinde der Menschheit zu bilden.
Die Gefahr war -vorerst- gebannt, und das Licht erstrahlte neu in den Herzen der Menschen.
Gelöst von Barghaans finsterem Einfluss fanden viele, die einst ihr eigenes Volk bekämpften, zum Licht zurück, denn der Hass war in ihren Herzen fast völlig erloschen. Wieder andere wandten sich ab vom Leben der Menschen und entschlossen sich für ein Dasein als Einsiedler, und andere wiederum bemühten sich fortan um ein Gleichgewicht der Dinge, fürchteten sie doch, die Geschichte könne sich durch einen Machtüberschuss wiederholen.
Doch nach wie vor gab es Menschen, denen das eine so gleich war wie das andere. Für sich selbst lebend, führten sie ein Dasein als Tagelöhner, Herumtreiber, Piraten, Diebe und Betrüger; doch gingen ihre Taten fast nie so weit, dass sie einem anderen Menschen das Leben genommen hätten. Auch in ihnen  -gewollt oder nicht- lebte nun ein Funken Licht, der nicht mehr von Finsternis überschattet war.
Zu wirklicher Bosheit tendiert der Mensch nicht mehr; ihm ist nicht daran gelegen, aus Freude anderen zu Schaden; ein jeder Mensch überlegt es sich zweimal, bevor er gegen einen anderen Menschen handelt, und ein Mord ist nahezu undenkbar geworden.

Aussehen

Menschen sind im Schnitt zwischen 1.60 und 2m groß und können, je nach Lebenswandel jede Statur haben -sei sie abgemagert oder massig.
Der durchschnittliche Mensch wird etwa 80 bis 90 Jahre alt; bei magisch Hochbegabten soll es auch ältere Vertreter ihrer Rasse geben.
Die Hautfarbe der Menschen reicht vom „königlichen“ Alabaster bis hin zu Ebenholz, die vertretenen Augenfarben bei den Menschen sind blau, grün und braun in allen Helligkeitsschattierungen.
Das Haar reicht von weiß, über blond, rot, braun bis hin zu schwarz; nicht selten jedoch färben sich Menschen aus modischen Gründen ihre Haare, und bei so manchem Alchemisten hat auch der eine oder andere Unfall nachgeholfen.
An Kleidung trägt der Mensch alles was ihm gerade gefällt von schwarz bis schreiend bunt. Dies geht sogar so weit, dass andere Menschen und Rassen über den Modesinn manches Menschen schon fassungslos den Kopf geschüttelt haben.
Auch Schmuck tragen sie ganz nach Belieben: der eine weniger, der andere mehr.

Berufe

Der Mensch ist vielseitig, und so geht er auch den verschiedensten Berufungen nach.
Das Repertoire umfasst von der Küchenmagd bis zum Lehrer der arkanen Künste so ziemlich alles Vorstellbare. Manche gehen nichteinmal einer regelmäßigen Arbeit nach, sondern verdingen sich hier und da als Wachen oder Boten, und andere nutzen ihre Fähigkeiten, um Kreaturen zu jagen und von der Beute zu leben.

Glaube

Am häufigsten vertreten ist bei den Menschen der Glaube an Sinariel, die Göttin des Lichts und ihre Schwester Carvisa, die Patronin der Händler, Handwerker und Glücksritter.
Die Kirche der Sinariel predigt das Licht und die Liebe der Göttin und wird von den meisten Menschen zumindest anerkannt. Diesem Glauben gehören auch die Lenker und Schutzherren der Hauptstadt Britain an. Sie predigen Mitleid und Liebe, ebenso wie Ordnung und Gerechtigkeit.
Carvisa zu Ehren werden in der Regel keine Dienste abgehalten, ihrer Neutralität huldigt man im Stillen mit einem Gebet oder persönlichen Opfergaben, meist an einem privaten Hausschrein.
Auch gibt es Menschen, die ihre eigenen Götzen anbeten und von der Kirche Britains nichts wissen wollen. Meist sind dies Vertreter der nördlichsten oder südlichsten Völker.
Zu guter Letzt gibt es noch jene, die keinem Götterglauben huldigen. Sie haben sich der Natur und anderen Dingen verschrieben, oder es ist ihnen schlichtweg egal, was die Götter treiben.

Verhalten gegenüber Menschen

In der Regel stehen die Menschen sich untereinander freundlich oder zumindest in neutraler Akzeptanz gegenüber. Der Zusammenhalt ist gewachsen seit den Tagen der Finsternis, und sehr selten sieht man Menschen in bösartigem Streit miteinander. Natürlich gibt es immer wieder Meinungsverschiedenheiten, ebenso wie Übergriffe durch Straßenräuber, Piraten oder Betrüger, doch bei einer Bedrohung von außen stehen die Menschen geschlossen und entschlossen ihrem Feind gegenüber, bereit, ihresgleichen zu helfen.

Verhalten gegenüber Elfen

Den Elfen stehen die Menschen meist freundlich gegenüber, treiben Handel mit ihnen, und manchmal trifft man sie sogar zusammen bei einer Jagd oder auf dem Schlachtfeld, im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind.
Die Rasse der Elfen ist alt und für den Menschen in vielerlei Hinsicht rätselhaft und verwirrend.
Das führt dazu, dass manche Menschen den Elfen eher neutral gegenüber stehen und sie lieber meiden.
Ist ein Mensch bei den Elfen zu Gast, achtet er deren Regeln und Gesetze, denn ein jeder Mensch weiß, wie klug es ist, am richtigen Ende eines gespannten Elfenbogens zu stehen.

Verhalten gegenüber Zwergen

Die Zwerge werden wegen ihrer großartigen Schmiedekünste von den Menschen geschätzt, und manch ein Mensch ist sogar mit einem Zwerg befreundet.Die Neutralität der Zwerge wird nicht von jedem Menschen wohlwollend aufgefasst, doch meist befinden sie sich mit den Zwergen in einem freundlichen bis neutralen Verhältnis, akzeptieren die Neutralität Coves und halten sich zu ihrem eigenen Nutzen an die dortigen Gesetze. Auch Menschen und Zwerge trifft man immer wieder bei gemeinsamen Jagden und hin und wieder beim gemeinsamen Trinken, wobei der Mensch dabei selten das Ende des Gelages miterlebt und damit rechnen muss, die nächsten Tage von einer gewaltigen Kirchenglocke verfolgt zu werden.

Verhalten gegenüber Teufelsanbetern

Die Teufler sind seit jeher der Feind aller Menschen. Ob neutral oder dem Licht zugewandt, den Teuflern ist es gleichgültig, welche Art Mensch ihnen gegenüber steht. Daher halten die Menschen auch geschlossen gegen die Teufler zusammen und bekämpfen sie, wann immer es möglich ist. Denn egal, ob gläubiger Diener Sinariels, gewiefter Händler oder räuberischer Pirat: Sie alle sind gleichsam dem Tode ein gutes Stück näher, begegnen sie einem oder mehreren Teuflern.

Verhalten gegenüber Drow

Die Dunkelelfen aus den Tiefen des Unterreichs sind schon immer ein Quell grausamer und erschreckender Geschichten gewesen und auch wenn sie nicht so oft anzutreffen sind wie die Teufelsanbeter, so könnte die Feindseligkeit kaum geringer sein, haben doch die Drow die Menschen schon oft genug überfallen und nicht wenige von ihnen versklavt und in ihr Reich verschleppt. Auch ist bekannt, dass sie oftmals mit den Teuflern paktieren, und so bilden sie den zweiten großen Feind der Menschen, gegen den diese sich zu behaupten haben.

Verhalten gegenüber Vampyren

Die Vampyre aus alten Tagen sind nur noch Geschichten und Märchen, denn bis auf einige Wenige aus jenen Zeiten glauben die Menschen nicht einmal mehr an deren Existenz.